Schule und Mobilität
Was hat die Schule mit Mobilität zu tun? Sehr viel! In diesem Beitrag geht es um Schulwege, die sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden und es geht um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Kieler Verkehrsplanung.
- Henning Bergmann

Mit Schüler*innen unterwegs: Tschüss-Punkte in Kiel
Aktuell sind wir an vielen Grundschulen mit den Schüler*innen draußen unterwegs und erkunden ihre Schulwege. Dabei markieren wir mit den Kindern so genannte Tschüß-Punkte.
Kinder können nach einer Übungsphase mit den Eltern gut ihren Schulweg zu Fuß ohne erwachsene Begleitung schaffen. Manche Kinder brauchen oder wünschen sich aber etwas Starthilfe, manche Eltern sind sich nicht sicher, ob schon alles gut läuft.
An den Tschüß-Punkten ist es dann Zeit loszulassen. Ab hier schaffen es die Kinder allein!
Neben der Kinderperspektive fließt über die Beteiligung auch der Blick der Elternschaft ein.
In den nächsten Wochen werden die identifizierten Tschüß-Punkte dann mit Schildern markiert.
Als Landeshauptstadt Kiel unterstützen wir, dass Kinder sicher und selbstständig zur Schule kommen können: durch gut einsehbare Querungen, mehr Licht und breitere Wege. Unter kiel.de/zufuss und kiel.de/schulweg erfahren Sie mehr.

Klimaschutz-Schulwoche: Streifzüge durch Kiel
Kinder wissen gut, was sie sich für ihre Mobilität wünschen. Daher beteiligt das Tiefbauamt Kinder und Jugendliche. Seit dem Verkehrsentwicklungsplan 2008 ist die Sicht von Kindern strategisch in der Kieler Verkehrsplanung verankert.
Im September und Oktober 2026 waren Kolleg*innen aus dem Tiefbauamt mit insgesamt fünf Klassen der Friedrich-Junge-Grundschule und der Hardenbergschule unterwegs. Während sogenannter Streifzüge haben die Kinder gezeigt, was ihnen auf ihren Wegen wichtig ist: Was sie gut finden und was nicht.
So laufen die Streifzüge ab
Nach einer Vorstellungsrunde besprechen die Kinder in kleinen Gruppen was sie gerne zeigen möchten. Sie bestimmen selbst, welche Orte sie sich anschauen möchten – und welche sie den Erwachsenen zeigen wollen. Ob Kreuzung, Parkplatz oder Spielplatzwiese: Die Kinder entscheiden, wo es langgeht.
Gemeinsam mit Kolleg*innen aus dem Mobilitätsmanagement geht es dann auf den Streifzug. Mit einer Sofortbildkamera halten die Kinder ihre Eindrücke fest. So entsteht direkt vor Ort eine kleine Fotodokumentation für die Klasse.
Im Nachgang werden die Fotos gemeinsam in der Klasse betrachtet und besprochen: Was zeigt das Bild? Warum ist dieser Ort wichtig? Und was könnte besser werden? Die Kinder diskutieren eigene Lösungsvorschläge – etwa für sicherere Querungen, mehr Platz zum Spielen oder weniger parkende Autos im Weg.
Was die Kinder dabei lernen
Bei diesen Gesprächen wird auch deutlich: Jede Veränderung kostet Geld und Zeit. Ein Zebrastreifen wird nicht über Nacht gebaut, und für jede Maßnahme müssen unterschiedliche Interessen abgewogen werden – die der Kinder genauso wie die von Anwohner*innen oder anderen Verkehrsteilnehmenden. Die Kinder erleben so hautnah, wie demokratische Entscheidungsprozesse funktionieren und dass Teilhabe bedeutet, angehört zu werden und die eigene Perspektive einzubringen.
Und genau darum geht es: Die Kinder werden gehört. Ihre Sichtweise wird vom Tiefbauamt festgehalten und fließt in zukünftige Planungen ein.
Als Landeshauptstadt Kiel unterstützen wir, dass Kinder sicher und selbstständig zur Schule kommen können – durch gut einsehbare Querungen, mehr Licht und breitere Wege. Unter kiel.de/zufuss und kiel.de/schulweg erfahren Sie mehr.

STADTRADELN: Kieler Schulen sammeln kräftig KIELometer
Die Kieler Schulen steigern KIELometer 2026 um 21 Prozent auf über 246.000 KIELometer.
Die sechs aktivsten Schulteams haben je ein Reparaturkit für ihre Schule gewonnen. Und zur Siegerschule rollt das Eisrad „Vice-Cream“ – mit Gratis-Eis für alle, die mitgemacht haben.
2026 hat das Tiefbauamt gezielt das STADTRADELN für Schulen beworben dazu gab es auf vielfachen Wunsch Poster und Bilder zum Bewerben in iServ für die Schulen.
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