Taufe für die letzte Plug-in-Hybridfähre der SFK
Mit der Taufe der MS SCHILKSEE an der Reventloubrücke in Kiel hat die Modernisierung der Flotte der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) ihren Abschluss gefunden. Seit 2020 hat die SFK ihre Flotte umfassend erneuert – nun ging die fünfte und letzte Plug-in-Hybridfähre pünktlich zur Kieler Woche in den Linienbetrieb.
- Andrea Kobarg
„Acht Neubauten in sechs Jahren sind schon eine besondere Leistung“, sagte SFK-Geschäftsführer Andreas Schulz bei der Taufe am 16. Juni 2026. Neben den fünf Plug-in-Hybridfähren wurden in diesem Zeitraum auch drei vollelektrische Fähren in Dienst gestellt, die auf der F2-Schwentinelinie unterwegs sind. Damit sieht sich die SFK für die Zukunft bestens aufgestellt.
Taufpatin der erneut bei der niederländischen Werft Holland Shipyards gebauten Fähre war Staatssekretärin Susanne Henckel aus dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium. „Mit den Fähren der SFK wird ein wichtiger Teil des öffentlichen Personennahverkehrs auf der Förde sichergestellt. Die Verbindung über den Wasserweg hat in Kiel eine lange Tradition“, betonte sie.
Die SCHILKSEE gehört zur LABOE-Klasse und verfügt über die doppelte Batteriekapazität ihrer Schwesterschiffe GAARDEN, WIK und FRIEDRICHSORT. Mit einer Länge von 33,65 Metern und einer Breite von 9,09 Metern bietet sie Platz für bis zu 300 Fahrgäste.
Im Vergleich zu den bereits im Einsatz befindlichen Fähren wurden einige Details angepasst. So gibt es im Außenbereich weniger Tische, wodurch mehr Bewegungsfreiheit entsteht und Gedränge vermieden werden soll. Außerdem wurde auf einen Bordkiosk verzichtet. Stattdessen können sich Fahrgäste an einem Automaten mit Getränken und Süßigkeiten versorgen.
Auch technisch bringt die neue Fähre einige Neuerungen mit. So ist der Rumpf mit einer umweltfreundlichen Spezialfolie der Firma HATAG versehen, die Bewuchs verhindern und dadurch den Energieverbrauch senken soll. Damit will die SFK zugleich einen Beitrag zum Meeresschutz leisten.
Auch der Name SCHILKSEE hat bei der SFK Tradition: Das Vorgängerschiff, das 1986 in Dienst gestellt wurde, wurde Ende 2025 an die Adler Reederei verkauft.
Die Landeshauptstadt Kiel begrüßt den Abschluss der Flottenmodernisierung und sieht darin einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Mobilität auf der Förde. Werkleiterin Sabine Schirdewahn vom Eigenbetrieb Beteiligungen dankte den Beschäftigten der SFK: „Die SFK leistet einen wichtigen Beitrag für einen nachhaltigen ÖPNV auf dem Wasser. Die Fördeschifffahrt zählt heute zu den modernsten und klimafreundlichsten in Deutschland. Darauf sind wir in Kiel sehr stolz.“
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